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Blinddarmentzündung

Bei einer Blinddarmentzündung (Appendizitis) entzündet sich ein Anhängsel des Blinddarms, der Wurmfortsatz. Blinddarmentzündungen treffen nicht nur Kinder. Mehr zu Beschwerden, Diagnose und Therapie


Der Blinddarm (1) ist ein Teil des Dickdarms. Sein Wurmfortsatz (2) ist bei einer Appendizitis entzündet

Was ist eine Blinddarmentzündung?

Bei einer Blinddarmentzündung (Appendizitis) erkrankt zunächst ein kleines Anhängsel am Blinddarmabschnitt des Dickdarms, der Wurmfortsatz (Appendix). Symptome sind meist starke Bauchschmerzen, insbesondere Schmerzen im rechten Unterbauch. Der Verlauf der Erkrankung ist unterschiedlich.

Bei einer fortschreitenden Entzündung kann es dazu kommen, dass der Wurmfortsatz platzt und Darminhalt sowie Bakterien in die Bauchhöhle gelangen. Die Entzündung kann sich dann im Bauchraum ausbreiten. Ein solcher Blinddarmdurchbruch kann tödlich sein. Personen mit Verdacht auf eine Blinddarmentzündung sollten daher unbedingt einen Arzt aufsuchen. Oft ist eine schnelle Operation unerlässlich.

Im typischen Falle sind die ersten Anzeichen einer Blinddarmentzündung Schmerzen im Bereich um den Bauchnabel. Diese wandern im Laufe der folgenden Stunden in den rechten Unterbauch. Dort wird die Bauchdecke meist so empfindlich, dass jeder Druck die Schmerzen verschlimmert. Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen können die Blinddarmentzündung begleiten.



UNSERE EXPERTIN: Professor Dr. med. Karin Rothe, Fachärztin für Kinderchirurgie

Die Beschwerden sind allerdings nicht immer eindeutig, die Krankheit kann ganz unterschiedlich verlaufen. Das macht die Diagnose manchmal schwierig.

Bei rechtzeitiger Therapie ist die Prognose sehr gut. Bestätigt sich der Verdacht, wird der Wurmfortsatz üblicherweise in einer etwa 20-minütigen Operation entfernt. Ohne schnelle ärztliche Behandlung kann es zu einem Blinddarmdurchbruch kommen. Diese Komplikation ist gefährlich und kann bei älteren oder abwehrgeschwächten Patienten sogar tödlich enden.

Kinder und Jugendliche erleiden besonders häufig eine Entzündung des Wurmfortsatzes. Bei Kleinkindern  ist die Diagnose – genau wie bei alten Menschen oder Schwangeren – oft schwieriger zu stellen, da die Symptome meistens weniger typisch ausfallen.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 03.02.2011
Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/Swen Sallwey/Szczesny

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